Im Februar bekam die Erlebnisregion Neusiedler See Besuch von zwei Prüfern, die das externe Audit für die Zertifizierung mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Tourismusdestinationen und dem internationalen TourCert-Siegel durchführten. Dabei lernten sie die Region Neusiedler See ausführlich von allen Seiten kennen - von Vorzeige-Beherbergungsbetrieben über regionale Produzent:innen hin zur Naturwelt der Region.
Tag 1
Der erste Tag des externen Audits startete mit persönlichen Gesprächen mit dem Team der Erlebnisregion Neusiedler See und Partner:innen und Mitgestalter:innen der Region. Im Mittelpunkt standen konkrete Maßnahmen und Entwicklungen in unterschiedlichen Bereichen: Vom Schutz der wertvollen Natur- und Lebensräume über den bewussten Umgang mit Energie und Ressourcen bis hin zur Bewahrung kultureller Besonderheiten. Nach einem kleinen Mittagssnack - natürlich mit regionalem Fokus - und einer Führung über das Gut St. Martins ging’s weiter in Richtung Illmitz.
Dort stand eine Führung im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel am Programm, bei der die Auditoren eine europaweit einzigartige Tier- und Pflanzenwelt kennenlernten. Gemeinsam mit einem Nationalpark-Ranger wurden beispielsweise die seltenen weißen Esel im Sandeck oder die besonderen Sodalacken, die einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bedeuten, besucht. Anschließend führte der Weg nach Gols in die Spezerey. Dort werden angebaute Lebensmittel verarbeitet und zu Produkten im Glas veredelt. Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch beim Heimlichwirt in Gols, einem modernen Wirtshaus, in dem großer Wert auf ehrliche Küche mit regionalen und saisonalen Zutaten gelegt wird.
Tag 2
Am zweiten Tag stand neben Besuchen von herausragenden Betrieben auch eine gründliche Dokumentenprüfung der Erlebnisregion Neusiedler See am Plan. Die Auditoren bekamen dabei Einblick in Strategien, Maßnahmen und Projekte – und wir als Erlebnisregion das gute Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.
Nachmittags führte die Tour zum Bio-Landgut Esterházy in Donnerskirchen, das spannende Einblicke in biologische Landwirtschaft bot. Nach einem stärkenden Mittagessen im Restaurant Zum Gogosch besuchten wir gemeinsam mit den beiden Auditoren die Freistadt Rust. Die barocken Bürgerhäuser sind einer von vielen Gründen, warum die Region mit dem UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde.
Fazit
Viel geschafft, viel gelernt, viel vor
Das Audit war intensiv, inspirierend, emotional und ehrlich – genauso, wie es sein soll. Es hat sichtbar gemacht, welche ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Maßnahmen und Prozesse in der Region bereits verankert sind und in welchen Bereichen noch Entwicklungspotenzial besteht. Für uns bedeutet das: dranbleiben, verbessern und die gesetzten Maßnahmen kontinuierlich überprüfen und weiterentwickeln.