Schwein und Wein - Heuriger beim Kloster am Spitz

"Thomas Schwarz hat eine klare Idee, wie sein Wein sein soll:

authentisch, ohne Verformungen, keine Fremdaromen. "Das beste, was man als Winzer erreichen kann, ist, wenn man den Geschmack einer perfekten Traube in eine Flasche packt. Für mich gibt's nichts schöneres", sagt er.

Was für seinen Wein gilt, gilt auch für das Essen bei seinem Heurigen:

Der Leithaberg, der Neusiedlersee, das Burgenland soll hier schmeckbar werden. Auf den Tisch kommt, was es gerade in der Nachbarschaft gibt:

Das Schwein kommt von Biobauern aus Frauenkirchen und Parndorf, das Gemüse zu einem Gutteil aus dem Seewinkel, genauso wie der Schafstopfen und der Ziegenricotta. Die Obstbäume der Gegend sorgen für die Nachspeise.

Zeit ist hier eine wichtige Zutat: Im Frühsommer gibt es eine Woche vergorenen Rhabarber zum Schweinebauch, der wiederum mindestens zehn Stunden im Schmalz butterweich gegart wurde. Das Roastbeef wird aus dem Fleisch alter Milchkühe gebraten, weil nur ein langes, erfülltes Kuhleben zu erfülltem Geschmack führt. Damit es trotzdem weich ist, darf es vorher sieben Wochen im Fett rasten.

Das Gemüse soll mit genauso viel Liebe behandelt werden wie Fleisch: Je nachdem, was gerade reif ist, gibt es hausgemachte Salzgurken oder milchsauer vergorene Radieschen, junge Kartoffel mit frischen Erbsensprossen oder frische rote Rüben mit geräucherten Nüssen. Wer dann noch kann, bekommt hausgebackene Kuchen.


Zum Essen genießen die Gäste nicht nur Thomas Schwarz Weine, sondern auch etwas seltenes im flachen Burgenland: eine Aussicht. Der Heurige liegt am Hang des Leithagebirges über Purbach, von den Tischen vorm Haus kann man der Sonne dabei zusehen, wie sie den See und den Schilfgürtel in immer spektakulärere Farben taucht. Auf der Terrasse nach hinten sitzen Gäste mitten in den dichten Baumkronen, hören den Fluss hinterm Haus rauschen und können mit etwas Glück Schafen beim Weiden zusehen.


In der Küche des Heurigen steht heuer Tobias Müller, unter der Woche freier Journalist und Fress-Schreiber, der unter anderem für den Standard, den Stern und das Magazin Falstaff schreibt. Der Name "Schwein und Wein" geht auf ihn zurück. Er liebt beides, und sie reimen sich einfach zu schön."


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