RUSTER HÜGELLAND: ÖSTLICHSTER ALPEN-AUSLÄUFER


Das Ruster Hügelland („Szarhalmer Wald“ in Ungarn) ist ein schmaler, parallel zum Neusiedler See verlaufender Höhenzug, der sich auf rund 12 Kilometer Länge von Schützen am Gebirge im Norden über Mörbisch am See bis in ungarisches Staatsgebiet nach Fertörakós (Kroisbach) hineinzieht. Die höchste Erhebung ist der Goldberg südlich von Schützen am Gebirge mit 224 m. Hier wurde 1973 ein kleines Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 1 ha ausgewiesen. Zudem ist der Goldberg mit seinen vorgelagerten Flächen seit dem Jahr 2000 Teil des Natura 2000 Gebietes Neusiedler See-Seewinkel. Gemeinsam mit dem Leithagebirge gelten die Hänge des Ruster Hügellandes als östlichste Ausläufer der Alpen. Der Kern dieses Höhenzuges  

besteht aus kristallinem Urgestein, ummantelt von Leithakalk, Kalksandstein und Lockersedimenten. Nur an wenigen Stellen gelangt das Grundgebirge bis an die Oberfläche. Hier verraten dann schroffe, unregelmäßig geformte Gesteinsstücke in Weingärten oder auf dem Waldboden das anstehende kristalline Gestein. Trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe bildet das Ruster Hügelland eine effektive Barriere gegen Schlechtwetterfronten aus dem Westen. Hagelunwetter werden zumeist in Richtung Südosten nach Ungarn hin abgelenkt, während Gewitter in der Regel dem Leithagebirge folgend in Richtung Nordosten ziehen. 

 



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